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Das Missionsteam des Paulus

In seinem Artikel über die Teamarbeit schreibt Christophe Paya: “Das Neue Testament zieht nur wenige oder keine Einzelaktionen in Erwägung. Die Aussendung in die Mission geschieht kollektiv und innerhalb dieser Kollektivität steht das Zweierteam. Wenn man alle Namen der Apostelgeschichte und der paulinischen Werke zählt, kommt man auf ungefähr 100 Personen, die mit dem Dienst des Apostels verbunden waren (1)”

Wir können beispielsweise einige Männer aufzählen: Barnabas, Markus, Silas, Timotheus, Titus, Lukas, Aquila, Epaphroditus, Apollos, Epaphras, Tychikus, Aristarch und Demas. Und einige Frauen: Damaris, Lydia, Priszilla, Phöbe, Maria, Evodia und Syntyche.

Die unterschiedlichen Eigenschaften, mit denen Paulus seine Mitarbeiter beschreibt, lassen auf tiefe, emotionale Beziehungen schließen: «Lukas, der Arzt, der Geliebte» (2), auf gemeinsame Erlebnisse: «Epaphras, mein Mitgefangener in Christus Jesus» (3), auf Dienstgemeinschaft: «Der Bruder Epaphroditus, mein Mitarbeiter und Mitstreiter» (4).

Paulus sorgt sich wirklich um sie, er betet für sie, erinnert sich an ihre Wohltaten oder ihr Aufgeben. Er sucht ihr Bestes und legt ihr Wohlergehen verschiedenen Gemeinden ans Herz. (5)

In seiner Studie über das Team des Paulus hat der Missionar Bard Pillette einige Schlussfolgerungen (6) herausgearbeitet, die nicht unbedingt bekannt sind:

  • Paulus hat mit 41 Wanderkollegen über ganz unterschiedliche Zeiträume zusammengearbeitet. Mit nur 15 von ihnen gab es eine längere Zusammenarbeit. Und nur etwa 10 dieser Mitarbeiter sind mit Paulus bis zu seinem Tod in enger Verbindung geblieben. Die Mitarbeit dieser Menschen betrug zwischen 14 und 25 Jahren. Titus hat beispielsweise von 43 bis 68 n.Chr. mitgearbeitet.
  • Paulus hatte selten mehr als zwei Mitarbeiter bei sich.
  • Wo die Mitarbeit am selben Ort am längsten dauerte, gehörten auch die erzwungenen Gefängnisaufenthalte des Paulus mit dazu.

Der Autor meint, dass die Missionsgesellschaften diese Wirklichkeiten berücksichtigen müssten. Sie sollten nicht überrascht sein, dass eine Mitarbeit von unterschiedlicher Dauer sein kann. Sie sollten flexibel sein und verschiedene Einsatzmöglichkeiten vorsehen. In der Gemeindegründungsarbeit ist es zwar wünschenswert, dass die Mitarbeiter sich langzeitlich investieren. Dennoch bleibt auch Platz für Kurzzeiteinsätze und das Entdecken der vielfältigen Möglichkeiten in der Zusammenarbeit mit dem Missionsteam.

Das viele Kommen und Gehen in den letzten Jahren lässt uns bei FPC eine ähnliche Wirklichkeit erleben. Dies erfordert einige Anstrengungen: Anpassung, emotionale Beteiligung und Neudefinierung der einzelnen Rollen. Damit wir dies auf brüderliche Weise leisten können, muss jeder bereit sein, sich selbst zu sterben und den Heiligen Geist in seinem Leben triumphieren zu lassen. Was wir als Missionsteam erleben, zeigt, dass wir Lernende sind. Wir erleben Niederlagen, aber auch die Wiederherstellung von Beziehungen, die Gott Ehre geben durch das Bekennen von Sünde und die gegenseitige Vergebung.

Langfristige Ziele haben die Mitarbeiter des Paulus über Monate und Jahre hinweg vereint. Dies geht aus der Abschiedsrede an die Gemeinde in Ephesus hervor: «Wenn ich nur meinen Lauf vollende und das Amt ausrichte, das ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes. […] So habt nun acht auf […] die Gemeinde Gottes, die er durch sein eigenes Blut erworben hat.» (7)

Allen Menschen das Evangelium verkünden und auf die Gemeinde Gottes achthaben, dies sind zwei dauerhafte Ziele für ein Team in Bewegung.

Jeannot Gauggel

(1) Dictionnaire de théologie pratique, Éditions Excelsis, pages 178, 180.
(2) Kolosser 4,14
(3) Philemon 23
(4) Philipper 2,25
(5) Ebd. 2,29
(6) Paul and his fellow workers, The Emmaus Journal, Vol. 6, Nr. 1, Seite 119-128.
(7)Apostelgeschichte 20,24+28

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